Discover-Outdoor
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Vorab ein paar einleitende Worte:

Eine Tour beginnt nicht erst am Parkplatz, sondern findet schon viel früher in einer guten Vorbereitung ihren Anfang. Die Touren auf unserer Seite sind nicht für Turnschuhe und Stadtrucksack geeignet, um das mal klar mit den Worten unserer "Gipfelsuechtig"-Freunde zu sagen.

Was ist wichtig und was kann man sich sparen? Schon für eine anspruchsvolle Tagestour kann ein sorgfältig gepackter Rucksack schnell 10kg oder mehr wiegen (man denke nur mal an 3-4 Liter Flüssigkeit und das Eigengewicht des Rucksackes). Wer möchte da nicht gerne was weglassen.

Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, bereits in der Vorbereitung von Touren, mögliche Risiken mit zu berücksichtigen und dementsprechend seine Ausrüstung zusammenzustellen. Dabei sollte man auch bedenken, dass man durch unzureichende Ausrüstung nicht nur sich, sondern auch andere in Gefahr bringen kann; seien es Personen aus dem Team oder Rettungskräfte, die Einen unter Einsatz ihres Lebens dann bergen dürfen.

Es wird empfohlen, der persönlichen Standardausrüstung eine Pinzette zum Entfernen von Zecken hinzuzufügen, da sich das Verbreitungsgebiet ständig vergrößert. Im Falle eines Zeckenstiches, sollte die entfernte Zecke nicht weggeworfen werden, da sie später vom Arzt auf mögliche Krankheitserreger untersucht werden kann. Außerdem empfiehlt es sich vor allem bei Wanderungen in den Bergen stets ein Erste-Hilfe-Set dabei zu haben, um kleinere Verletzungen vor Ort versorgen zu können.
 
Grundausstattung

Rucksack

Muss gut sitzen und den individuellen Ansprüchen genügen. Sollte gut am Rücken anliegen, deshalb am besten vorab mal in einem Geschäft antesten. Hier sollten 30 - 35 Liter Volumen eigentlich locker reichen (auch bei Hüttenübernachtungen). Praktisch mit integrierter Regenhülle, evtl. Außennetz, Wanderstock- oder Pickelhalterung. Moderne Materialien ermöglichen geringeres Gewicht.

unsere Empfehlung
Unsere Empfehlung: der Deuter Aircontact 35+10

Bergschuhe

weitere Infos über Bergschuhe

Leicht für befestigte Wege oder stabil für Steige und wegloses Gehen? Hochgezogener Schuhschaft, weiche Schuhlasche, rutschfeste profilierte Sohle, wasserdicht (evtl. Leder mit Goretex). Weichere Sohlen bringen Gehkomfort - im weglosen Gelände sind härtere Sohlen zu empfehlen.
Schuhe im Geschäft anprobieren und länger damit herumlaufen.

Socken, Gamaschen

Funktionssocken oder Trekkingsocken (immer trockenen Ersatz mitführen). Baumwollsocken geben Schweiss nur langsam ab, folglich weicht die Haut auf und es bilden sich ruckzuck Blasen. Effektive Polsterungen sorgen zusätzlich für angenehmes Fußklima und wirken so Druckstellen und Blasen entgegen.

Mit Gamaschien ist Schluß mit nassen Socken und Hosenbeinen.

Funktionsunterwäsche

Funktionsunterwäsche aus Kunstfaser leitet den Schweiß besser ab als Baumwolle (auch hier immer für trockenen Ersatz sorgen).
Baumwolle bleibt einmal durchgeschwitzt nass auf der Haut kleben und entzieht dem Körper schnell wertvolle Wärme. Im Sommer sind dünne kurzärmelige und kragenlose Shirts sowie kurze Unterhose sinnvoll. Vorbeugend gegen Aufscheuern sollten Shirt-Nähte nicht an Schulter und Hüfte liegen.

Trekkinghose

Bewährt haben sich leichte Ziphosen: Trekkinghosen aus Polyester- oder Nylonmaterial (i.d.r. Polyamid) sind leicht, robust, trocknen schnell und bieten genügend Beinfreiheit (kurze kletterpassagen etc.). Praktisch mit seitlichen Einschubtaschen für Karten. Beinabschluss mit Klett oder Reissverschlüssen.
Jeans sind dagegen schwer, reiben eng an der Haut, stauen Hitze auf und bleiben stundenlang klatschnass.

unsere Empfehlung
Unsere Empfehlung: die Lite Split Pant von Hagloefs

Hemden / Pullover / Bergjacke

Nach dem Zwiebelprinzip: Kurze T-Shirts, darüber langärmelige Shirts und darüber dann eine Fleecejacke (Windstopper etc.). So kann man je nach Wetter variieren und hat trotzdem alles dabei. Bewährt haben sich auch Wanderjacken mit herausnehmbarem Innenteil aus Fleece.

Zunehmend im Kommen sind sog. Softshells: Leicht, atmungsaktiv, winddicht, bedingt wasserdicht - aber sau teuer.

Regen- u. Nässeschutz

Einfacher, leichter Regenponcho mit Belüftungsschlitzen, der über die gesamte Ausrüstung geworfen werden kann bzw. wasserdichte und atmungsaktive Jacke mit Platz für ein Fleece darunter (beschichtete Wanderjacken sind zwar wasserabweisend aber nicht auf Dauer wasserdicht). Leichte Jacken sind praktisch, aber nicht ganz so robust.

Auch gut: Ein Regenschirm (aber windanfällig und gefährlich bei Gewitter); evtl. ergänzt um eine leichte Regenhose (Fahrradregenhose) - Schutz gegen kalten Wind und nasses Gebüsch.

Wer längere Touren macht kommt allerdings um eine ordentliche Regenjacke nicht herum.

Kopfbedeckung und Handschuhe

Mütze oder Hut als Sonnenschutz - beides bei Wetterumschwüngen, die im Sommer nicht ungewöhnlich sind. Evtl. Handschuhe (Frühjahr / Herbst / Winter)

Sonnenschutz / -brille

Wie gehabt Mütze oder Hut, daneben Sonnenbrille mit mind. 98% UV-Strahlenabsorbation, Sonnencreme und Lippenstift mit hohem Lichtschutzfaktor.

Tourenstöcke

weitere Infos über Tourenstöcke

Sind fast unentbehrlich. Beim richtigen Gebrauch entlasten sie vor allem beim Abstieg Kniegelenke und Wirbelsäule. Daneben geben sie Trittsicherheit beim Aufstieg und im Geröll. Die meisten Modelle haben ein zusätzliches Federungssystem.

unsere Empfehlung
Unsere Empfehlung: der Trail - Trekkingstöcke von Black Diamond

Orientierungshilfen

Neben dem erforderlichen Kartenmaterial und Wegbeschreibungen (z.b. private Tourenberichte) sollte zumindest ein Kompass und ein kleiner Höhenmesser nicht fehlen.

Erste-Hilfe-Paket

 First Aid Basic von TatonkaFIRST AID BASIC (Erste-Hilfe-Paket von Tatonka)

Weniger sollte man wirklich nicht mitnehmen. In diesem Set findet man die Tagestouren-Grundausstattung für eine Person - perfekt auf den Einsatzzweck abgestimmt und übersichtlich verstaut. Wie bei anderen Produkten der Tatonka Erste-Hilfe-Linie hat auch hier die Outdoorschule Süd ihre Kompetenz einfließen lassen. Praktisch ist der beiliegende Erste-Hilfe-Outdoor "Spickzettel" (siehe hierzu Thema "Erste Hilfe" unter Sicherheit).
Inhalt der Sets regelmäßig überprüfen und evtl. ergänzen (Pinzette zur Zeckenentfernung, Tape, Schmerzmittel, Kohletabletten etc.).

Weitere von Tatonka gemeinsam mit der Outdoorschule Süd entwickelte Produkte sind: Basic Waterproof, Compact, Complete, Advanced und Sterile. Für längere Touren empfehlenswert sind Complete und Advanced.

Trinkflaschen, Trinksysteme

Alu- oder Thermosflasche. Bewährt haben sich auch Trinkbeutel. Praktisch auch 0,5l bzw. 0,75l Plastikwasserflaschen mit Schnellverschluss - die leer natürlich wieder mit nach Hause genommen werden. Daneben haben sich auch transportable Trinksysteme bewährt, die teilweise mit verschiedenen Rucksäcken kompatibel sind.

Dokumente

Personalausweis auf den Touren immer mitführen: Oft werden Staatsgrenzen überquert. DAV-Ausweis nicht vergessen.

Für den sicheren Transport der Dokumente bietet sich entweder der Neck Wallet oder der Doku Beutel von Ortlieb an.

 
 
Klettersteigausrüstung

Klettergurt

Für Klettersteige gibt es keine speziell konstruierten Klettersteiggurte. Daher werden gewöhnliche Alpin- oder Sportklettergurte genutzt.

unsere Empfehlung
Wir raten zum: Petzl Corax

Bergsteigerhelm

Essentiell zum Schutz des Kopfs ist ein guter Helm bei der Begehung eines Klettersteigs unabdingbar.

Klettersteigset

Gegen Abstützen sichert man sich auf Klettersteigen durch ein Klettersteigset. Handelsübliche Klettersteigsets erfüllen die UIAA-Norm. Falls man stürzt wird das Seil durch eine Seilbremse gezogen. Hierdurch wird der Sturz dynamisch abgefedert.

Klettersteighandschuhe

Um Verletzungen der Finger durch ausgefranste Seilstellen zu vermeiden, empfiehlt es sich auf Klettersteigen Handschuhe zu tragen. Hierfür gibt es spezielle Klettersteighandschuhe, die eine besondere Griffigkeit gewährleisten, indem mehr oder weniger viele Fingerkuppen frei bleiben.

unsere Empfehlung
Wir empfehlen: den Burrone von Edelrid


 
Sicherheitsausrüstung

Herz-/Kreislaufprobleme sind eine der häufigsten Ursachen für Bergunfälle. Jeder 3. tödlich verunglückte Bergwanderer stirbt an einem Herzinfarkt. Das Herz ist damit die 2.-häufigste Todesursache beim Bergwandern. „Bergwandern erfordert sowohl Ausdauer als auch Kraft. Gerade in sehr steilem Gelände wird der Kreislauf dadurch besonders stark beansprucht", sagt Prof. Wolfram Delius vom BDI. Dazu kommen oft noch Hitze, Flüssigkeitsmangel und die dünne Höhenluft. „Höhen zwischen 1.000 und 2.000 Metern sind zwar unproblematisch, darüber hinaus kann es aber für Menschen mit Herzproblemen ohne ausreichende Höhenanpassung kritisch werden", warnt der Kardiologe aus München. Außerdem dauere es oft zu lange, bis Rettungskräfte vor Ort sind.

Was für jeden Bergwanderer gilt, trifft erst recht auf Wanderer mit Herz-Kreislauf-Beschwerden zu: Nie ohne Handy aufbrechen, damit im Notfall Hilfe herbeigerufen werden kann! Wer nach einem Infarkt schnell geborgen und behandelt wird, hat höhere Überlebenschancen.

Pulsuhr

Für die regelmäßige Kontrolle von Puls und Kreislauf auf besonders anstrengenden Bergtouren, haben sich Pulsuhren bewährt, die mit Brustgurt oder Handgelenkmessung, durch akustische Hinweise bei Überschreitung von festlegbaren individuellen Höchstwerten warnen und zu Ruhe-Pausen mahnen.

Tipp: Link zur Berechnung der maximalen Herzfrequenz und des optimalen Puls beim Sport für die Fettverbrennung :Berechnung von Herzfrequenzen

LVS-Geräte, Lawinenrucksack, Sonden und Lawinenschaufeln

Die Lawinenschaufel gehört neben LVS-Gerät und Lawinensonde zur Standard-Sicherheitsausrüstung von Schneeschuh- / Snowboard- oder Skitourengehern und Freeridern (Variantenfahrern), die abseits der gesicherten Skipisten unterwegs sind. Die Sicherheitsregeln im Gebirge müssen unabhängig hiervon immer beachtet werden.

Tipp: Ergänzende Sicherheitshinweise für den Winter durchlesen.

 
Klettersteigausrüstung

Unterstütze unsere Seite indem Du Deine Ausrüstung bei unseren Partnern kaufst. Über einen Besuch bzw. eine Bestellung über die hier aufgeführten Banner freut sich das "Wanderpfa.de-Team" und Ihr bezahlt dabei keinen Cent mehr!

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Biwakscharte

 
 
 
weitere Auswahl an Ausrüstern (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
bergzeit.de |  Biwakscharte.de |  kraXel.com |  Globetrotter |  Lauche & Maas |  Lauserstore |  Optik-Pro.de |  Outdoor-Discount |  Outdoorfriend  |  Outdoor-Renner  |  Ranger Travel |  Schuh-Keller |  Sine |  Sportbuck |  Sportscheck |  Schindele |  Tatonka |  Würzburger Sportversand