D-75181 Pforzheim nach D-87541 Hindelang/Hinterstein über Oberjoch
Entfernung: ca. 265km Fahrzeit: ca. 3 Std
Über die A 8 nach "Ulm", auf die A 7 Richtung "Kempten" - bis zur Autobahnausfahrt Nr. 130 "Oy-Mittelberg" - dann Richtung "Wertach/Oberjoch" bis nach Hindelang-Bad Oberdorf. Im Kreisverkehr abbiegen nach "Hinterstein".
Durch Hinterstein langsam bis zum Ortsende auf den großen gebührenpflichtigen Parkplatz durchfahren.
Das von den Wetterfröschen prophezeite Traumwochenende am 02.04.2005 wollten wir unbedingt für einen Ausflug ins Allgäu nutzen. Wir, das waren in diesem Fall: Mark, Angie (Wau Wau) und Oliver. Sozusagen - als kleine hundetaugliche Schnuppertour - hatten wir uns überlegt, von Hinterstein aus bis zum Schrecksee hoch zu wandern, um vielleicht ein paar schöne Bilder von da oben mitbringen zu können. Auf der Anfahrt begrüßte uns ein romantisch neben Breitenberg und Rotspitze stehender Mond.
Verlässliche Informationen, wie es da oben aussah, gab es keine. Die Schneegrenze war bis auf ca. 1.400m zurückgegangen und vom Lawinenwarndienst Bayern war die Gefahrenstufe 1 ausgegeben worden. Vom Parkplatz in Hinterstein kann man den Taleinschnitt und die Felsstufe unterhalb des Schrecksee's zwar erkennen, aber hinsichtlich der Begehbarkeit nicht einschätzen. Wir wollten jedenfalls kein Risiko eingehen, die Lage vor Ort in Augenschein nehmen und danach unsere Entscheidung treffen.
Wir brechen auf und folgen ab dem Parkplatz dem "Giebelhaus-Fußweg" Richtung Konstanzer Jägerhaus (angegeben mit 40 Min). Neben dem gewaltigen Bergsturz am Breitenberg, erhebt sich rechts von uns der ebenfalls noch schneebedeckte wild zerklüftete Pfannenhölzergrat. Nach einem kurzen Stück über das noch etwas blassgrüne buckelige Weidegebiet stößt man auf die Fahrstraße. Spätestens hier waren wir froh, nicht wie geplant das Stück bis zum E-Werk mit Inlinern zurückgelegt zu haben, denn die Straße war voller Rollsplitt. Vorbei am noch geschlossenen Konstanzer Jägerhaus (30min) stößt man am Wegrand auf ein witziges Brünnlein, das von schicksalsbeeinflussenden Fabelwesen erzählt. Wir haben hierzu natürlich gründlich recherchiert.
Eine Figur am Rand des Brünnleins (bestimmt ein Ällgäuer) zeigt sich vom Weltgeschehen wenig beeindruckt und unterstreicht das deutlich mit einem gut gezielten Strahl.
Weiter gehts auf der Straße bis zu der mit einer Begrenzungsmauer versehenen Kurve, die gleichzeitig als Aussichtspunkt auf den 85 Meter tiefen Felsklamm dient (sog. Auelesgasse oder Auelesenge). Hier sollte man auf alle Fälle einen Blick - und nicht mehr - auf das smaragdgrüne tosende Wasser hinunterwerfen.
Gleich nach der Kurve kommt das Elektrizitätswerk Hinterstein, dessen Wasserspeicher der Schrecksee ist. Für die Technik-Interessierten haben wir ein Bild mit den Daten und Fakten aufgenommen.
Hier zweigt der Weg Richtung Schrecksee ab und man folgt einem Steig im Zickzack über einen Weidehang. Durch einen lichten Fichtenwald führt dieser stetig steil und bisweilen auch steinig nach oben. Trittsicherheit ist schon etwas erforderlich.
Während des Aufstieges öffnet sich seitlich das tief eingeschnittene Hintersteiner Tal mit einem tollen Blick auf die markante kathedralenähnlich aufragende Ostwand vom Schneck. Eingerahmt vom Wilden links und dem Giebel rechts davon.
Kurz darauf erreichen wir auf ca. 1.250m einen kleinen angestauten See, auf dessen leicht bewegter Oberfläche sich das Rauhhornmassiv spiegelte. Der durch ein kleines Wäldchen umsäumte See dient als Tagesspeicher für das Wasserkraftwerk. Irgendwie war das Wasser für ein kurzes Bad aber doch zu kalt, selbst für Angie *bibber*. Ringsherum türmen sich größere Schneereste, die sich in dem relativ sonnengeschützten Winkel sicher auch noch einige Zeit halten werden.
Eine ausgeaperte Tritt-Spur neben einer Ski-Spur, führte uns langsam an die Schneegrenze heran auf den Almboden der verfallenen Taufersalpe. Durch die gefrorene Schneeoberfläche fiel das Vorwärtskommen relativ einfach. Die Schneehöhe reichte hier oben von stellenweise wenigen Zentimeter bis schätzungsweise einen halben Meter. So genau konnte man das unter der Schneedecke ja nicht sehen *grins*.
Die mächtig abfallenden Wände des Rauhhorns kommen linkerhand fast schon bedrohlich nahe. Durch die Steilheit hatte sich nur wenig Schnee in den Felsen halten können - also keine Gefahr von Lawinenabgängen. Wir bewegen uns auf der flachen mit einzelnen Fichten versehenen Almwanne recht flott hoch bis zur Talstation der Materialseilbahn zum Schrecksee. Unterwegs sehen wir noch die Mauerreste der verfallenen Taufersalp. Im Sommer führt der Weg weiter über einen Bachsteg - wir wählten dagegen die direkte Variante über das unter den Schneemassen verlaufende Bachbett und stehen kurz darauf am Fuß der riesigen mit einzelnen Latschen durchzogenen Felsstufe. Von hier unten suchen wir den optisch besten Weg, den wir aus der oberen Mitte heraus nach links verlaufend und in einigen Kehren nach oben führend vermuten. Und das alles versteckt unter Schnee!
Schön zu sehen sind die unterhalb des Rauhhorns und Alpleköpfes zur Selbstauslösung gekommenen meist kleineren, oberflächlichen Nassschneelawinen, was aber schon einige Tage zurückliegen dürfte. Die Ausläufer der Lawinen erreichten den Almboden erst gar nicht, sondern endeten jeweils an den eher flach auslaufenden Bergfüßen.
Nun wurde es aber ernst. Wir legten zunächst unsere Grödl an und konzentrierten uns dann auf den Aufstieg. Zunächst stiegen wir auf dem Schneefeld in der horizontalen Mitte der Felsstufe in kleinem Zick-Zack bergauf, bis wir ungefähr auf Höhe des von links herunterziehenden Felsgürtels waren. Danach querten wir auf dem Schneeband oberhalb des Felsgürtels weiter leicht ansteigend nach links, bis wir zwischen Latschen versteckt eine felsige Passage entdecken, auf deren Oberfläche uns ein roter Punkt entgegenlachte: wir waren an der richtigen Stelle auf den richtigen Weg gestoßen; genau so wie wir uns das vorher von unten optisch ausgesucht hatten. Das machte uns unter der Rubrik "Orientierung in weglosem Gelände" schon ein bisschen Stolz (Anmerk.: intelligenter Weise hatten wir unsere Karte zuhause vergessen, was die Sache nicht wirklich vereinfachte!).
Wir erreichen so die untere Karschwelle - hinter uns liegt das Ostrachtal mit Hinterstein.
Im Sommer liest sich die Wegbeschreibung durch die Felsstufe so: Den abweisenden, teils latschenbedeckten Felsriegel, überwindet man in einer weiten Schleife und schuttigen Kehren. Eine felsige und etwas ausgesetzte Passage ist mit Drahtseilen gesichert (psychologische Wirkung) - no prob.
Vor uns liegt jetzt ein recht welliges Gebiet. Der Schnee vermittelt einen guten Einblick über die darunterliegende Geländeform. Über der nächsten Schwelle trohnt der Kastenkopf vor einem tiefblauen wolkenlosen Himmel.
Über kaum mehr ansteigendes Schneegelände gelangen wir mit wegloser Umgehung einiger imposanter Schneeverwehungen schließlich zur oberen Karschwelle, hinter der endlich der ersehnte Schrecksee (1.802m) mit Bildstock und einer kleinen Hütte auftaucht. Hier oben hatte die Sonne schon etwas mehr Arbeit geleistet, was wir daran merkten, dass wir nun doch einige Male knöcheltief in den Schnee einsanken. Anhand unserer Spuren kann man aber gut sehen, dass wir nachwievor "auf" und "nicht" im Schnee laufen konnten. Kurz darauf erreichen wir auch schon das Wegkreuz vom Jubiläumsweg neben dem Bildstock am Schrecksee. Gut 3 Stunden hatten wir nun vom Parkplatz in Hinterstein bis hierher benötigt (Zeitangabe im Sommer ca. 3 - 3,5 Std).
Vor uns lag der Schrecksee in noch tiefem Winterschlaf. Nur einige Latschen auf der Insel hatten die Schneedecke schon durchbrochen. Die aufgeworfenen Spalten der in den See abgerutschten Schneemassen haben eine fast schon bedrohliche Wirkung. Zusätzlich erscheint das Ganze durch die recht eigenwillige Belichtung der Digitalkamera noch in einem ziemlich unnatürlichen Bild, gleich einer Mond- bzw. Kraterlandschaft. Aber das sieht man ja erst hinterher. In Wirklichkeit hüllten die sonnenstrahlenreflektierenden Schneekristalle alles in ein grelles Weiss, worüber noch ein tiefblauer wolkenloser Himmel lag.
Ohne Grödl und trotz des steilen, teils vereisten Geländes, hatte sich Angie ganz super geschlagen. Als Belohnung gabs ein Bild mit Herrchen, vor dem im Hintergrund mächtig aufragenden Kastenkopf. Gerade im Sommer dürfte der Schrecksee für Hunde mit Herrchen und Frauchen eine recht einfache, aber dennoch anspruchsvolle Tour sein.
Jetzt war erstmal eine ausgiebige Rast fällig um die Energietanks wieder aufzufüllen. Der Bildstock eignete sich hierzu hervorragend als Rastplatz, was Mark dann auch gleich auszunutzen wusste. Vom Bildstock selbst hatte man keinen direkten Blick auf die Hütte, die sich von hier aus hinter einem gewaltigen Schneehügel befand. Mark machte sich mit Angie an dessen Begehung und warf mal einen Blick auf die andere Seite. Dass die Gegend um den Schrecksee herum solche gewaltigen Ausmaße hatte, war uns von der Jubiläumswegtour her gar nicht mehr so in Erinnerung.
Wir genießen das herrliche Panorama rings um den Schrecksee, dass sich vom Rauhhorn links, über Kugelhorn, Knappenkopf, Kirchdachsattel, Kälbelespitze, bis zum Kastenkopf und Lahnerscharte und weiter auf der rechten Seite über Lahnerkopf, Älpeleskopf bis auf den Falken zieht. Einfach traumhaft. Hierzu haben wir auch ein 360° Panorama angefertigt, was aufgrund der extremen Lichtverhältnisse leider nicht so einfach war und daher vielleicht nicht ganz die gewohnte Qualität aufweist - ich find's trotzdem gelungen.
Während unserer Pause haben wir überlegt, ob wir den Aufstieg zur Lahnerscharte wagen sollen? Wollten wir doch unbedingt auch einen Blick auf den winterlichen Hochvogel werfen. Hierzu besprachen wir zunächst die optisch gute Variante, die sich ziemlich an den Originalweg hielt und uns von der über dem Schrecksee liegenden Schwelle nach rechts leicht ansteigend zum Fuß des Lahnerkopfes und dann in der natürlichen Falllinie im Zickzack direkt nach oben auf die Lahnerscharte führen sollte. Vorrausgesetzt die Schneeverhältnisse ließen das unter der fortgeschrittenen Sonnenbestrahlung noch problemlos zu. Erste testende Schritte nach unserer Jausen-Pause verliefen ganz gut. So machten wir uns an die Querung etwas oberhalb vom Schrecksee.
Das weglose Gehen über die welligen Schneehügel war einfach klasse. Man konnte sich fast fühlen wie auf einer Schönwetter-Polarexpedition *grins*. Ruckzuck hatten wir die Strecke bis unterhalb des Lahnerkopfes geschafft und machten uns dann an die Zick-Zack-Besteigung des optisch guten Weges, im weniger steilen Scheitelpunkt zwischen Lahnerkopf und -scharte. Lawinentechnisch war hier nichts zu befürchten, dazu lag einfach zuwenig Schnee in den Bergflanken.
Oben angelangt hatten wir einen herrlichen Blick auf das Schwarzwassertal und die dahinterliegende Roßkargruppe. Den Hochvogel konnten wir erst sehen, als wir noch einen kleinen ausholenden Bogen auf den Spuren des Jubiläumsweges machten. Wow - ein traumhaftes Hochvogelpanorama - immer wieder ein ergreifender Augenblick und ein Höhepunkt in den Allgäuer Alpen.
Nachdem wir das Naturschauspiel zusammen mit der vollständigen Stille ausgiebig genossen hatte, machten wir uns auf den Rückweg über die Lahnerscharte wieder zurück zum Schrecksee. Die Sonne hatte zwischenzeitlich volle Arbeit geleistet, und wir sanken bei größeren Schritten doch etwas mehr ein, als noch beim Aufstieg.
Trotzdem machte es uns und vor allem Angie einen Riesen-Spass, die Schneefelder hinunterzurennen. So schnell war bestimmt noch niemand von der Lahnerscharte ins Schreckseekar hinuntergelangt (Ski als Hilfsmittel jetzt mal ausgenommen).
Unseren Aufstiegsspuren folgend umkurven wir den Schrecksee ein weiteres Mal - die Sonne im Rücken: eine Wohltat für die Augen. Gut wer eine Sonnenbrille und ausreichend Sonnenschutz bei sich hat. Die starke Reflektion des Sonnenlichtes im Schnee ist nämlich nicht ohne.
Wir streifen so ganz beiläufig nochmal an den aufgeworfenen Schneespalten vorbei, was auf den Bildern imposanter und gefährlicher wirkt, als in Wirklichkeit.
Wir nutzen den Rückweg noch für den einen oder anderen Schnappschuss,bevor wir wieder am Bildstock angelangt, uns vor dem Abstieg nochmal eine kleine Pause gönnen. Zwischendurch durfte natürlich auch nicht der Einsatz modernster Technik fehlen: kurzer Lagebericht per Handy an die Lieben im Tal gebliebenen.
Die Stille am Schrecksee wurde nur einmal vehement unterbrochen, als ein Rettunghubschrauber ohne Ankündigung knapp über das Kugelhorn fliegend über unsere Köpfe und weiter über die Älpelespitze rauschte. Danach herrschte wieder absolute Stille - nicht mal das Surren einer Fliege oder das Nießen einer Heuschrecke war zu hören.
Dann war leider die Zeit für den Abstieg gekommen. Noch weicher durfte der Schnee nicht mehr werden. Beim Überwinden einer riesigen Schneeverwehung in der unteren Karschwelle, sanken wir teilweise schon bis zu den Knien ein. Auch Angie hatte hier sichtlich Probleme überhaupt noch aus dem Schnee herausspringen zu können. Also war Teamarbeit angesagt - wie überhaupt schon die ganze Zeit. Einer spurte eifrig und die anderen folgten in den Trittspuren...selbst Angie folgte hier brav unseren Tritten im Gänsemarsch (intelligent, intelligent).
Hier von der unteren Karschwelle hatte man wieder einen tollen Blick in das weit geöffnete Tal und nach Hinterstein.
Wir versuchten beim Abstieg unseren Aufstiegsspuren zu folgen. Die waren aber auf der gefrorenen Oberfläche nicht tiefgenug gewesen, sodass jetzt leider nix mehr zu sehen war. Zudem irritierten uns viele andere Spuren (schätzungsweise von Gämsen) bei unserer Suche. Wir trafen beim Queren der Felsstufe trotzdem immer wieder auf schneefreie Stücke des Ursprungsweges bis irgendwann nix mehr half und wir schließlich in die steile Schneerinne in der Mitte des Felsgürtels queren mussten.
Hier verlief der Abstieg relativ problemlos, im Zick-Zack hinunter, vorbei an mehreren kräftigen Latschen, die im Notfall auch ein Abrutschen gebremst hätten. Aber wir hatten ja unserer Grödl an, die für solche Geschichten wirklich absolut empfehlenswert und eigentlich unentbehrlich sind.
Der Rückweg über den schneebedeckten Almboden der Taufersalp zog sich ziemlich in die Länge - heute morgen war uns das noch etwas kürzer vorgekommen. Aber da haben ja auch noch kräftig Schrecksee und Hochvogel gezogen *grins*.
Kleiner Tip beim Gehen über Schneefelder: Man sollte um herausschauende Felsbrocken einen größeren Bogen machen. Der von der Sonne erwärmte Stein schmilz den Schnee nämlich unsichtbar unter der Schneedecke weg, so dass man dann plötzlich direkt am Stein einbrechen und sich schlimm verletzen kann. Bei uns gabs zum Glück nur eine kleinere Schramme *tz*.
Am unteren Ende des Almbodens legten wir nochmal eine Rast ein und verstauten unsere Grödl wieder im Rucksack. Dann gings weiter über den bekannten steinigen Steig zum Tagesspeicher Taufersalpe und über grasige Kurven vollends hinab zur Wasserkraftanlage. Zur Feier des Tages machten wir noch ein Gruppenfoto mit dem Rauhhorn im Hintergrund.
Zwischenzeitlich herrschte auf der Fahrstraße vom und zum Giebelhaus reger Betrieb. Von Jogger, Radfahrer und Wanderer bis hin zu Pferdekutschen war so ziemlich alles auf den Beinen. Die letzten Meter bis zum Parkplatz legten wir in gemütlichem Schritt zurück und überholten dabei noch einige verdutzte Spaziergänger.
Angie freute sich über Ihr schattiges Plätzchen, das sie sich nach der prima Leistung auch verdient hatte. Jedenfalls hat die Tour nicht nur ihr, sondern auch uns riesigen Spass gemacht. Mit unserer Einschätzung der möglichen Risiken lagen wir richtig, da zu keiner Zeit Gefahr durch Lawinen oder extrem steile und ausgesetzte Stellen bestand.
Für den Einstand ins Jahr 2005 eine wirklich schöne Tour. Wir sind mit Euch schon gespannt, auf welchen Wanderpfaden wir demnächst unterwegs sein werden (Mark, Oliver 04/2005).
Fazit:
Ideale Tagestour, um nach der Winterpause wieder Kondition zu bekommen. Mit den von uns vorgefunden
Verhältnissen - gefrorene Schneedecke beim Aufstieg - war der Aufstieg gut zu machen.
Knackpunkt dieser Tour im Winter ist die riesige Felsstufe unterhalb des Schrecksees - ohne Grödl und Ortskenntnisse bzw. die Fähigkeit
sich weglos Orientieren zu können, wird man kaum die richtige Passage zur Überquerung finden und sollte sich dieser Herausforderung
erst wieder ohne Schnee im Sommer stellen.
Oben am Schrecksee angekommen hat man viele Möglichkeiten die umliegenden Grasgipfel zu erklimmen
oder wie wir, den Durchstoß ins Schwarzwassertal über die Lahnerscharte mit herrlichem Roßkar-/Hochvogelpanorama anzugehen.
Für Kinder sehe ich keine Überforderung: Abwechslung von Bergpfaden und kleinen drahtseilgesicherten Felspassagen, das Spiel mit dem Wasser und saftige Grasberge zum Ausruhen. Da kommt
keine Langeweile auf und die einfache Tour ist 7 - 8 Std im Rahmen des Zumutbaren.
Weitere Links:
Jubiläumsweg Möglichkeiten für Abstecher vom Schrecksee (08/2003)
Karte "Allgäuer Alpen" vom Bayr. Landesvermessungsamt (1 : 50 000) mit GPS-Gitter:
Das Auto parkt man am besten auf dem gebührenpflichtigen (für die Zeit von 8 - 18 Uhr) Parkplatz am Ende des Ortes.
Die Suche nach einem kostenlosen Parkplatz kann man sich sparen, denn im ganzen Ort besteht nur befristete Parkmöglichkeit (max. 4 Std.).
Für den Parkautomat sollte man genügend Kleingeld in Form von Euro und 10 - 50 Cent-Stücken mitnehmen, Scheine und Karten werden nicht angenommen.
beste Wanderzeit:
entsprechend den Witterungsbedingungen und mit entsprechender Ausrüstung: Frühjahr, Sommer und Herbst
bei nassem Schnee nicht empfehlenswert, Gefahr steiler rutschiger Stellen in der großen Felsstufe unterhalb vom Schrecksee
Wirkung der UV-Strahlung darf nicht unterschätzt werden. Hierbei sollte man Dauer der Tour und Intensität der Sonnenstrahlung unbedingt berücksichtigen.