Discover-Outdoor
In der ├Âstlichen Ro├čzahngruppe -Tour 18-
(05.07.2008)
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Wetteraussichten f├╝r Vorderhornbach/Stanzach

Anreise

D-75181 Pforzheim nach A-6642 Vorderhornbach ├╝ber Pfronten, Reutte/Tirol
Entfernung: ca. 280 km Fahrzeit: ca. 3,0 Std

├ťber die A 8 nach "Ulm", auf die A 7 Richtung "Kempten" - bis zum Nr. 130 "Oy-Mittelberg" - dann Richtung "Pfronten / Vils / Reutte" ins Lechtal nach Stanzach. Direkt von der B198 Richtung Elmen nach Vorderhornbach abbiegen und in der Ortsmitte bei der Kirche nach einem Parkplatz schauen.

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Ausr├╝stung

  • gute Wanderbekleidung (einschl. Regenjacke etc.)
  • festes Schuhwerk f├╝r Ger├Âll und Steilgras
  • evtl. Helm wegen Steinschlag
  • St├Âcke - erleichtern sicheren Stand ├╝bers Ger├Âll, im steilen Gras und bei Steigung/Gef├Ąlle
  • Sonnenschutz f├╝r Kopf (Tuch/ Hut) und Haut (Sonnenmilch -spray)
  • Notfall-Set (praktisch 1.Hilfe-Tasche f├╝r Motorrad)
  • krampfl├Âsende Calcium-Magnesium-Tabletten (g├╝nstig in jeder Drogerie)

zur Linkseite: "Ausr├╝stung"

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Wegbeschreibung

morgendlicher Blick auf Grubachspitze, Stallkarspitze und Saldeiner Spitze vom Lechtal (B 198) Mit etwas Gl├╝ck konnten wir endlich die erste Tour in diesem Jahr angehen. Das Wetter spielte mit und wie gewohnt, machten wir uns ziemlich fr├╝h *g├Ąhn* (4:00 Uhr) auf den Weg. Wir befinden uns von Stanzach kommend noch auf der Anfahrt zum Ausgangspunkt der heutigen Tour - Vorderhornbach. Linkerhand, ├╝ber dem breiten Bachbett des Lech, stehen schon die heutigen Tourenziele ├╝ber dem Tal bereit: Saldeiner Spitze, Stallkarspitze und Grubachspitze. In welcher Reihenfolge die Ziele fallen sollten, war uns allerdings noch nicht ganz klar.


Nachdem wir in Vorderhornbach einen kostenlosen Parkplatz unterhalb der Kirche gefunden und sofort ein kleines Fr├╝hst├╝ck eingeworfen haben, suchen wir erste Hinweise auf die Aufstiegsroute Richtung Grubachspitze - weil das ja ein markierter Weg sein musste. Zu Beginn der Nebenstra├če, hinter dem Parkplatz, entdecken wir ein Hinweisschild mit freundlichen 4 Stunden Gehzeit zur Grubachspitze. Wir folgen dem Hinweis auf einer asphaltierten Stra├če zum Ortsende und streifen entlang einer Wiese nach oben auf einen Forstweg. Gegen├╝ber vom Lechtal baut sich gekonnt der charmante R├╝cken der Pfeilspitze in den Himmel. Deshalb verpassen wir beinahe die Abzweigung vom Forstweg in den Wald *puuh*. Zwischen abwechselnd dichtem oder lichtem Wald zieht der Pfad, immer wieder herrliche Ausblicke ins Lechtal bietend, sanft nach oben.
Aufstieg auf dem Forstweg Richtung Wasserf├Ąlle Blick ├╝bers Lechtal auf die Nordseite der Pfeilspitze gesch├╝tzter Aufstieg ├╝ber grasigen Waldboden Blick hinunter auf saftige Wiesen im Lechtal Slalom im Tannenwald

Irgendwann gelangt man an die von der Grubachspitze herabziehenden "Wasserfallen" (Originalbezeichnung in der AV-Karte) von Vorderhornbach - allemal spektakul├Ąr f├╝r Flachlandtiroler wie uns *lach*. M├Âglichkeit sich mit kristallklarem Bergwasser zu versorgen und sich oder anderen 'nahestehenden' Personen eine Abk├╝hlung zu verschaffen. Von unserem Panoramaweg bieten sich immer wieder herrlich Blicke hinab ins Lechtal und zur├╝ck nach Vorderhornbach. Leider l├Ąsst sich davon nicht von dem nun etwas steiler ansteigenden Aufstieg ablenken. Bergan durch den Tannenwald erreicht man kurz darauf einen Jagdstand, an dem sich der Weg gabelt. Wir folgen weiter Richtung Grubachspitze und bestaunen die Pflanzenvielfalt am Wegesrand.
spektakul├Ąre Wasserfallen von Vorderhornbach Blick zur├╝ck nach Vorderhornbach weiter gehts auffi im sch├╝tzenden Tannenwald Jagdstand an der Abzweigung Richtung Grubachspitze Nordisches Labkraut (Galium boreale)

Allerlei Bl├╝hendes verleiht dem saftigen Gras jede Menge farbige Tupfer. Der weitere Aufstieg gestaltet sich so zu einem kleinen botanischen Spaziergang. Leider bleibt uns nur, die Bl├╝mchen zun├Ąchst auf Kamera festzuhalten, um sie dann zuhause mit einigen Hilfsmitteln einer genaueren Bezeichnung zuzuordnen k├Ânnen. Zwischendurch zeigt sich der Berg auch von seiner felsigen Seite - kurze schrofige Passagen stellen aber kein gr├Â├čeres Problem da. Der Weg zieht nun immer mehr in Richtung des vom Wiesbach zwischen Grubachspitze und Saldeiner Spitze geschaffenen Einschnittes. Ein geologisches Schmankerl, die "Faule Wand", pr├Ąsentiert sich uns aus einiger Entfernung auf der anderen Seite des Wiesbachtales.
Fuchs Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii) Weiter-Weg Richtung Grubachspitze ins Wiesbachtal Waldhyazinthe oder Weisses Breitk├Âlbchen (Platanthera bifolia) kurze Schrofenpassage im Normal-Aufstieg zur Grubachspitze Blick ├╝ber das Wiesbachtal auf die Faule Wand

Unser Panoramaweg schl├Ąngelt sich weiter entlang des Berghanges nach oben, mal mehr oder weniger gesch├╝tzt durch herumstehende B├Ąume. Schlie├člich, nach 1,5 Std, gelangen wir an die markante Wegkreuzung. Alternativ bzw. als alleinstehende Tour - gut geeignet mit Kindern - w├Ąre ein Besuch der Grubachspitze mit direktem Aufstieg lohnend. Ein m├Âglicher Abstieg k├Ânnte dann ├╝ber das Kar erfolgen und die Tour insgesamt abrunden. Nach kurzer Absprache entscheiden wir uns aber f├╝r einen Aufstieg auf die Saldeiner Spitze und folgen daher dem Weg "Grubachspitze ├╝bers Kar". Kurz darauf queren wir den Wiesbach und stehen bald an den Ausl├Ąufen der gro├čen Schotterrinne, die steil von der Saldeiner Spitze in einem Rechtsbogen ins Wiesbachtal herabf├╝hrt. Es gibt nun die M├Âglichkeit direkt in dieser Rinne aufzusteigen oder den geheimnisvollen Einstieg zum Aufstieg ├╝ber den Westgrat zu finden. Wir entscheiden uns f├╝r letzteres und machen uns auf die Suche. Weiter f├╝hrt der markierte Weg "├╝bers Kar Grubachspitze" weiter ansteigend Richtung "Sattele" und vorbei an dem Auslauf der unangenehmen Ger├Âllrinne.
Blick zur├╝ck auf den Aufstiegsweg Abzweigung direkt bzw. ├╝bers Kar zur 
Grubachspitze Wiesbach in der Scharte zwischen Grubachspitze und Saldeiner Spitze Von der Saldeiner Spitze herabziehende Ger├Âllrinne, die f├╝r den Aufstieg verwendet werden kann Weiterweg ins Hornbachkar und zum Einstieg ├╝ber den Westgrat zur Saldeiner Spitze - rechts die bereits angesprochene Ger├Âllrinne

Dass es nicht gerade leicht ist, den Einstieg zum leichteren Aufstieg zu finden, liest man in den meisten Tourenbeschreibungen (s.u. Links). Aber es ist nat├╝rlich auch nicht unm├Âglich. An einem Markierungsstein und einer unmittelbar davor nach rechts abzweigenden auf├Ąlligen Trittspur, gelangt man in eine grasige Mulde. Man folgt nun in der tiefsten Stelle der nach links ansteigenden Mulde bis man fast an deren Ende an eine auff├Ąllige Baumgruppe trifft. Hier sollte man sich nach einem markanten abgestorbenen Latschenstumpf umsehen, der den Abzweig aus der Mulde nach rechts markiert. Kurz nach diesem Latschenstumpf gibt es einen weiteren Hinweis: n├Ąmlich einen Baumstamm mit markanten Knuppeln, wie er von Kalle super dokumentiert (Alpic.net) wurde. Danach hat man den Einstieg erreicht und eine deutlicht Trittspur f├╝hrt in eine kindshohe Latschengasse. Nach den ersten Metern in der Latschengasse er├Âffnet sich ein toller Einblick auf das gegen├╝berliegende Hornbachkar und die Umrahmung durch Grubachspitze und Haldenspitze.
Abzweigung vom Weg ins Kar zur Mulde, die zum Einstieg den Westgrat f├╝hrt Trittspuren f├╝hren in der Mulde bis fast an deren oberes Ende zu einer alleinstehenden Baumgruppe Blick auf den Verlauf der Aufstiegsrinne der 
Variante Ger├Âllschinder Abzweig zum Westgrat an dem markanten verdorrten Latschenger├╝st herrlicher Blick ins gegen├╝berliegende Hornbachkar beim Aufstieg zur Saldeiner Spitze

Nach etlichen H├Âhenmeter und viele Latschen weiter, treffen wir auf ein gro├čes St├╝ck mit toten bzw. d├╝rren Latschensb├╝schen. Diese Stelle konnten wir schon bei unserem Aufstieg zum Sattele ausmachen. Mit Orientierungsverm├Âgen ist der Pfad durch die Latschengasse unweigerlich vorgegeben und wir steigen weiter bis zur Felsgrenze unterhalb des Westgrates der Saldeiner Spitze. Ohne die die richtige Pfadspur zu finden, w├Ąre man in dem Latschen-Wirrwarr wohl hoffnungslos eingeschlossen. Am ersten gro├čen felsigen Ausl├Ąufer sticht uns nat├╝rlich sofort die rote Markierung ins Auge. Die roten Markierungen begleiten uns ab sofort in unregelm├Ą├čigen Abst├Ąnden auf unserem weiteren Aufstieg. Die Latschen werden langsam lichter und wir queren unterhalb des Grates von der linken Seite kommend etwas ostw├Ąrts zu der unterhalb vom Sattele hochf├╝hrenden breiten Ger├Âllrinne. In dem felsigen und ger├Âlligen Gel├Ąnde muss man ├╝beraus vorsichtig sei, was aber einen erfahrenen Bergsteiger nicht vor gr├Â├čere Schwierigkeiten stellen sollte. Beim Hinabblicken in die steile Ger├Âllrinne kann man einen ungef├Ąhren Eindruck davon bekommen, wie m├╝hsam und kraftraubend ein Aufstieg hier├╝ber w├Ąre. Dann doch lieber die Variante "Westgrat".
deutliche Auspr├Ągung des Pfades in der Latschengasse ├╝ber den Westgrat im R├╝ckblick weniger ausgepr├Ągte Pfadspuren in der 
Latschengasse beim Aufstieg Ausstieg aus der Latschengasse und erste Wegmarkierung am Felsen herrlicher Blick ├╝bers Schwarzwassertal auf die 
Berge des Jubil├Ąumsweges Ausstieg aus der Latschengasse

Der obere Ausl├Ąufer der Ger├Âllrinne dient uns als weiterer Aufstieg bis oben auf den Grat. Durch die Steilheit des Gel├Ąndes kommen wir nicht mehr ganz so schnell vorw├Ąrts wie zuvor. Haltem├Âglichkeiten in dem br├╝chigen Fels und dem vielen losen Gestein sind rar. Die Anfangs gut sichtbaren Markierungen konnten wir auf den letzten Metern des Westgrates keine mehr ausmachen. Wie wir beim Abstieg sp├Ąter feststellten, haben wir ca. nach 15 Metern in der Rinne den Ausstieg nur leicht verpasst. Der eigentliche Pfad f├╝hrt hier nochmals um einen weiteren Felsblock westw├Ąrts (links) herum, bevor dieser den Grat erreicht. Unsere Aufstiegsvariante war dennoch eine gute Wahl ohne gr├Â├čere technische Schwierigkeiten machbar (zeitweise Trittsicherheit und Einsatz der H├Ąnde erforderlich).
Querung vom Westgrat in die weitere Aufstiegsrinne weitere Aufstieg im R├╝ckblick oberer Ausl├Ąufer der Ger├Âllrinne - die gleichzeitig Aufstiegsrinne f├╝r die letzten Meter auf den Gipfelgrat ist der Gipfelgrat ist erreicht der Gipfelgrat im R├╝ckblick - im Hintergrund Stallkarspitze mit Haldenkar

Nachdem wir den Gipfelgrat erreicht haben, k├Ânnen wir nach einer kleinen Rechtsbiegung und einem Felsknuppel bereits den weiteren Gratverlauf Richtung Osten bis zum Hauptgipfel der Saldeiner ausmachen. Immer direkt auf dem, manchmal leicht ausgesetzten, Grat folgen wir unschwierig der Pfadspur zu unserem ersten Tagesziel. Der Gipfel der Saldeiner Spitze ist erreicht. "Berg Heil!".
Gams unterhalb des Gipfelgrates auf der Flucht Gipfel der Saldeiner Spitze mit Blick ins Lechtal nach Reutte Blick ins Tal nach Vorderhornbach Blick ohne Gipfelkreuz ins Lechtal nach 
Reutte Grubachspitze und Hornbachkar - hinten links die Klimmspitze

pr├Ąchtige Panoramaaufnahme von der Saldeiner Spitze:

Mark z├╝ckt als vorauseilender Pfadfinder schon mal den Foto f├╝r eine 360┬░ Panoramaaufnahme und genie├čt die Blicke ins vordere Lechtal, auf Ro├čzahngruppe und Hornbachkette. Im Osten reichen die Blicke ├╝ber das gewaltige Schwarzwassertal hinweg auf die Gipfel der Tannheimer Berge und der Vilsalpseegruppe: Vorneweg der m├Ąchtige Aufbau der Leilachspitze und der gesamte ├╝ber die Luchsk├Âpfe (Krottenk├Âpfe) hinwegziehende Bergzug.
Stallkarspitze mit herabziehendem Nordwestr├╝cken und der Haldenspitze - rechts daneben das Haldenkar Blick ├╝ber die Grubachspitze auf den 
Hochvogel Berge der Vilsalpseegruppe - Leilachspitze 
(rechts) und Luchsk├Âpfe Leilachspitze ├╝ber dem Schwarzwassertal Luchsk├Âpfe bzw. Krottenspitzen ├╝ber dem 
Schwarzwassertal

Im Norden blicken wir bis zum Gaishorn und Rauhorn. Der Verlauf des Jubil├Ąumsweges aus unserer Tour 4 kann von hier oben ebenfalls in weiten Teilen - bis zur Bockkarscharte am Glasfelder Kopf - verfolgt werden. Das Gipfelbuch der Saldeiner Spitze ist wirklich einen Blick wert. Wir k├Ânnen viele uns bekannte Namen wiederfinden, z.B. Kalle E. (alpic.net), R. Moll, Kristian R., Rainer V. (allgaeuergipfel.de), Nicolaus C...um nur einige zu nennen. Das Gipfelbuch aus dem Jahr 1980 bietet noch reichlich Platz f├╝r mindestens weitere 20 Jahre - vorrausgesetzt die Saldeiner Spitze entwickelt sich nicht noch zu einem Modegipfel mit entsprechend starker Besteigungsh├Ąufigkeit - was wir nat├╝rlich auch sehr hoffen. Oftmals sind im Gipfelbuch im Abstand von einigen Jahren nur immer wieder die gleichen Namen zu finden. Ein echter Geheimtipp, was sicher auch mit der unangenehmen Aufstiegsvariante ├╝ber die Ger├Âllrinne bzw. dem nur Insider vorbehaltenen Aufstieg ├╝ber den Westgrat zusammenh├Ąngen d├╝rfte. Wir haben auch von einer weiteren Aufstiegsvariante ├╝ber einen J├Ągersteig ├╝ber die S├╝dost-Seite geh├Ârt. Hier w├Ąre am Jagdstand der Weg ├╝ber den Wiesbach Richtung Jagdh├╝tte zu w├Ąhlen, der dann im weiteren Verlauf weglos und nur mit entsprechend guten Orientierungsf├Ąhigkeiten, auf den Gipfel f├╝hren wird. Nach einer ausgiebigen Gipfelrast, reichhaltiger St├Ąrkung und einer herrlichen Rundschau in alle Richtungen hei├čt es langsam f├╝r uns Abschied zu nehmen, denn wir haben heute noch ein weiteres gro├čes Ziel vor uns ÔÇô die Stallkarspitze.
Gaishorn und Rauhhorn von der Saldeiner Spitze aus gesehen Schwarzwassertal mit Glasfelderkopf und 
Bockkarscharte (Links) und Teilen des Jubil├Ąumsweges Eintrag im Gipfelbuch auf der Saldeiner 
Spitze Posing am Gipfelkreuz vor Stallkarspitze und 
Hochvogel Abstieg zur├╝ck ├╝ber den Gipfelgrat

├ťber den Westgrat f├╝hrt der Pfad ├╝ber die bereits bekannten Felsknuppel und vorbei an luftigen Passagen zur├╝ck zum markierten Einstiegspunkt f├╝r den Abstieg. Die Markierung l├Ąsst sich erst nach einigem Suchen - fast am begehbaren Ende des Grates - finden. Hatten wir im Anstieg die Markierung im oberen Bereich aus den Augen verloren und waren wir direkt in der Rinne aufgestiegen, stellt sich nun der markierte Abstieg wesentlich entspannter dar. Vorbei an markanten Felst├╝rmen erreichen wir schlie├člich wieder die knifflige Stelle und queren vorsichtig die Ger├Âllrinne Richtung Latschengasse. Der obere Einstieg ist hierbei ohne Probleme zu finden.
auf dem sonnigen Gipfelgrat luftige Passage auf dem Gipfelgrat markante Felsz├Ąhne in der Bergflanke der Saldeiner Spitze Querung der Ger├Âllrinne hin├╝ber zum Westgrat Abstieg durch die Latschengasse am Westgrat

Munter bergab gehts nun durch die bekannten Gassen: Kopf einziehen, Staub der bl├╝henden Latschen mit etwas Wasser nachsp├╝len sind dabei lediglich zwei gut gemeinte Ratschl├Ąge f├╝r diese Passage. Beim Abstieg empfiehlt es sich bereits - falls die Stallkarspitze auf dem weiteren Programm stehen sollte - die anschlie├čende h├Âhenverlustfreie Querung aus der Mulde Richtung Sattele zu studieren. Weiter unten fehlt dann der ├ťberblick und man kann sich nur noch auf Versuche beschr├Ąnken. Ansonsten bleibt nur der R├╝ckweg ├╝ber die Mulde zur├╝ck auf den Weg "├╝bers Kar Grubachspitze" und von dort Richtung Sattele bis zu einem markanten rot markierten Holzpfosten. Von dort zweigt der pfadlose Weg ├╝ber Sattele Richtung Haldenkar ab - man suche am letzten Linksknick des offiziellen Weges rechterhand nach einem Pfeil aus Steinen auf dem Boden. Dann hat man den Einstieg in die ├╝bers Sattele f├╝hrende Latschengasse gefunden. Schwache Trittspuren, abgeschnittene Latschen├Ąste und kleine Steint├╝rmchen erleichtern wenigstens etwas die Orientierung.
Mark beim Luftholen im riesigen Latschenmeer markanter Baumstamm beim Anstieg zum Sattele 
Richtung Haldenkar R├╝ckkehr unterhalb des Sattele auf den offiziellen Weg zur Grubachspitze ├╝bers Kar an diesem markierten Pfosten hier sind wir hochgekommen - am Fu├č der Tanne 
befindet sich ein Leckstein f├╝r Weidevieh Wegloser Anstieg zum Sattele auf Trittspuren durch eine Latschengasse

Indem man immer leicht nach links oben ansteigt, erreicht man irgendwann freie Grasfl├Ąchen, die man bereits beim Abstieg von der Saldeiner Spitze ausmachen konnte. Immer wieder wechseln sich nun zu durchquerende Latschenstreifen und Grasfl├Ąchen ab. Mittlerweile ist die Pfadspur wieder sehr ausgepr├Ągt und eigentlich nicht zu verfehlen. Langsam an H├Âhe gewinnend queren wir langsam ins Haldenkar.
Austritt auf das Sattele aus der Latschenzone 
heraus R├╝ckblick auf Saldeiner Spitze und den im Aufstieg durchquerten Latschenstreifen aufgeschreckte Gams vor einem weiteren zu 
durchquerenden Latschenstreifen wollen die was von mir? weitere Wegverlauf bei der Querung vom Sattele ins Haldenkar

Hinter uns liegen ettliche Latschenstreifen und der alleinstehende Gipfelaufbau der Saldeiner Spitze, die nun schon etwas aus der Ferne zu uns ins Haldenkar schaut. Vor uns ├Âffnet sich mehr und mehr selbiges, das uns zun├Ąchst noch ├╝ber grasige Wellen bis an den Fu├č einer gewaltigen von Haldenspitz und Stallkarspitze herabziehenden Ger├Âllmeer f├╝hrt. Ein gr├Â├čeres Altschneefeld scheint uns f├╝r den weiteren Aufstieg ungeeignet, so dass wir uns von Stein zu Stein langsam in die H├Âhe arbeiten. Wird Sie da sein?
R├╝ckblick ├╝ber das Sattele zur Saldeiner 
Spitze kleine Steint├╝rmchen markieren den weiteren 
Wegverlauf ins Haldenkar Stallkarspitze mit ausgeaperten 
Restschneefeldern Riesiges Ger├Âllfeld im Anstieg zur 
Stallkarspitze markantes Grasrippen-Paar, das gleichzeitig die Aufstiegsrinne auf den Nordwestgrat der Stallkarspitze kennzeichnet

Die von uns angedachte Aufstiegsvariante ├╝ber eine "markante Grasrippe" auf den Nordwestgrat scheint sich zu best├Ątigen: Die doppelpaarige Grasrippe f├╝hrt etwa halbrechts am Kopf des Schneefeldes zun├Ąchst in grasigen Tritten und Ger├Âll in eine weitere Ger├Âllrinne, deren Durchsteigung auf den Nordwestgrat f├╝hren d├╝rfte. Zun├Ąchst passieren die Aufmerksamen Bergsteiger u.a. noch folgende Sehensw├╝rdigkeiten: einen Obelisken und ein Steinherz. Dann geht es aufw├Ąrts in der bereits angesprochenen Variante.
riesiger Felsobelisk im Haldenkar Steinherz eines unbekannten Eroberers steiler Anstieg ├╝ber Ger├Âll und Schotter zur 
Grasrippe Schneefeld im R├╝ckblick R├╝ckblick beim Aufstieg im oberen Teil der 
Grasrippe

Mit Trittsicherheit im br├╝chigen Gestein meistern wir die Rinne und landen auf dem nicht weniger br├╝chigen und ger├Âllbeladenen Grat, der uns schlie├člich auf den Gipfel der Stallkarspitze f├╝hren soll. Mehrere Ger├Âllfelder und br├╝chige Felsrippen gilt es im weiteren Anstieg noch zu passieren bzw. zu umgehen, bevor wir am Gipfel mit herrlichen Rundumblicken, vor allem in das uns genau zu F├╝├čen liegende Hornbachkar blicken d├╝rfen.
schon auf dem zum Gipfel der Stallkarspitze 
f├╝hrenden Nordwestgrat angelangt Aufstieg ├╝ber br├╝chiges Gestein und Ger├Âll ├╝ber 
den Nordwestgrat Ger├Âll und Schotter auf dem Nordwestgrat letzte Felst├╝rme verdecken im Anstieg das 
Gipfelkreuz der Stallkarspitze Blick ins Gro├če Ro├čkar, auf die restliche 
Ro├čzahngruppe und den Hochvogel im Hintergrund

Am Gipfel empf├Ąngt uns neben der herrlichen Aussicht ein altes wackliges Gipfelkreuz und ein ortskundiger Bergsteiger, der wesentlich weniger Jahre auf dem Buckel haben d├╝rfte *zwinker*. Wir suchen uns zun├Ąchst eine bequeme M├Âglichkeit f├╝r eine ausgiebige Gipfelrast, da der Aufstieg einiges an Kondition abverlangt - teilweise wurde welche abverlangt, obwohl sie gar nicht mehr da war *schwitz* und *winkmitdemzaunpfahl*. Hier oben gibt es ein pr├Ąchtiges Panorama nach allen Seiten zu bestaunen - imposant auch die am Eingang des Hornbachtales mit der Klimmspitze beginnende und sich Gipfel an Gipfel aufreihende Hornbachkette. Daneben ist der Blick auf die Ro├čzahngruppe und der Hochvogel unvergleichlich.
wackeliges Gipfelkreuz der Stallkarspitze Bergheil Nikolaus! Blick ├╝ber den Bergr├╝cken vom Haldenspitz zur 
Saldeiner Spitze herrlicher Blick auf die komplette 
Hornbachkette Hochvogel - der allgegenw├Ąrtige heimliche K├Ânig 
der Allg├Ąuer Alpen

Panoramaaufnahme der Hornbachkette und der Ro├čzahngruppe:

Das sich zu unseren F├╝├čen ausbreitende Gro├če Ro├čkar und die Hauptgipfel der Ro├čzahngruppe bieten sich an f├╝r einen zweit├Ątigen Abstecher mit Biwak und Anmarsch aus dem Schwarzwassertal. Herrlich auch die Blicke auf die von der Stallkarspitze wegziehenden Seitengrate Richtung Schnatterbachkopf, Haldenspitz und Grubachspitze. Letzteren wollen wir heute auch noch Besuch bzw. bietet sich bei dieser Tour nat├╝rlich auch nur optional an.
ausgezeichneter Blick ├╝ber die Ro├čz├Ąhne auf den Hochvogel Blick ins Hornbachtal am Fu├če der 
Klimmspitze Grubachspitze vom Gipfel der Stallkarspitze aus gesehen Blick von der Stallkarspitze ├╝ber Saldeiner 
Spitze, Grubachspitze, Hornbachkar bis ins Lechtal Blick von der Stallkarspitze ├╝ber das weitl├Ąufige Hornbachkar

Ein m├Âglicher Abstieg ├╝ber den S├╝dwestgrat der Stallkarspitze - wie wir aus mehreren Eintr├Ągen aus dem Gipfelbuch entnehmen k├Ânnen - mit Querung unter des Gipfelaufbaus ins Hornbachkar, erscheint uns am heutigen Tage nicht m├Âglich. Daher entscheiden wir uns f├╝r einen Abstieg wie Aufstieg ├╝ber den Nordwestgrat und Grasrippe ins Haldenkar zur├╝ck zum Sattele. Der Abstieg, der einiges an Trittsicherheit verlangt und in der ger├Âlligen Rinne oberhalb der Grasrippe auch die H├Ąnde ben├Âtigt, wird im Anschluss mit einer flotten Schussfahrt ├╝ber das Altschneefeld belohnt. Im R├╝ckblick erscheint uns der m├Ąchtige Aufbau der Stallkarspitze nicht mehr unbezwingbar - kennen wir doch die L├Âsung zum Knacken. Zur├╝ck ├╝ber die welligen Grasr├╝cken und Latschenstreifen, queren wir aus dem Haldenkar Richtung Sattele hinab. Weitere Latschengassen f├╝hren uns an den Rand des Hornbachkares, wo wir nach einer M├Âglichkeit suchen, direkt auf den Weg "├╝bers Kar Grubachspitze" zu sto├čen.
herrlicher Blick vorbei an den verfallenen 
Ro├čz├Ąhnen auf den Hochvogel Mark auf dem Sprung ├╝bers Hornbachtal zur 
Klimmspitze - mit Anlauf k├Ânnt's klappen letzter Blick ├╝bers Gipfelkreuz hinweg auf den 
Hochvogel Abstieg vom Gipfel der Stallkarspitze ├╝ber den 
ger├Âlligen Nordwestgrat eine Schussfahrt die ist lustig - Abfahrt im 
Schneefeld ins Haldenkar

Kurz unterhalb von einem gro├čen markanten Baustamm sticht uns wieder der rot markierte Pfahl ins Auge. Somit sind wir wieder am Sattele angelangt; von hier zweigt nach rechts der gut markierte Weg zur Grubachspitze ab. Der hier nur leicht ansteigende Pfad f├╝hrt zun├Ąchst ├╝ber saftig gr├╝ne Wiesen, im Wechsel mit kleineren Baumgruppen und Latschen, ein gutes St├╝ck ins Hornbachkar hinein. Der Weg ist wirklich ausgezeichnet markiert und stellt auch als alleiniges Ziel f├╝r Familien mit trittsicheren Kindern keine gr├Â├čeren Schwierigkeiten dar. Wir wagen durch die Baumkronen und Latschen schon mal einen Blick auf die Grubachspitze. "MhhhÔÇŽ" - das sieht noch ganz sch├Ân weit aus, aber der Weg ist ja bekanntlicherweise das Ziel. Durch die Latschengassen hindurch den Markierungen folgend kommen wir an einem kleinen T├╝mpel vorbei. "Nein,..." wir wollen uns in der Br├╝he lieber nicht erfrischen und verschieben das Bad auf ein anderes Mal. Der Weg f├╝hrt uns noch weiter ins Hornbachkar hinein, m├Ą├čig nach links in Richtung des steil abfallenden R├╝ckens der Grubachspitze ziehend.
Aufstiegsroute ├╝ber den Nordwestgrat der 
Stallkarspitze nochmal im R├╝ckblick markanter Baumstumpf bei der Querung vom Sattele ins Hornbachkar Blick ├╝bers Hornbachkar auf den Gipfel der 
Grubachspitze vorbei an einem kleinen T├╝mpel auf dem offiziellen Aufstiegsweg zur Grubachspitze ├╝bers Kar Blick zur├╝ck zum Sattele beim Abstieg ├╝bers Hornbachkar Richtung Wiesbach

Langsam ├Ąndert der Pfad seine Richtung gen S├╝d-Osten und wir gelangen an den Fu├č des von der Grubachspitze herabziehenden Bergr├╝ckens. Von hier steigt der Weg, manchmal in Kurven, etwas steiler auf den auslaufenden R├╝cken an. Nach wie vor ist alles sehr gut markiert und auch durch die Latschengassen nicht zu verfehlen. Wir gewinnen schnell an H├Âhe, die Latschen werden lichter und wir sto├čen auf ca. 1.900m auf den direkten Aufstiegsweg (vom Abzweig "Grubachspitze" ohne Umweg ├╝ber das Kar). An der Abzweigung zur Grubachspitze kamen wir heute morgen nach ca. 1:30 Stunden vorbei; von diesem Punkt d├╝rfte es bis hierher noch eine weiter knappe Stunde sein. Im Abstieg werden wir uns dieser Variante widmen. Erstmal steht uns der Weiterweg in Richtung Grubachgipfel bevor, welcher aus dieser Position nach wie vor nicht zu sehen ist. In der Mitte des auslaufenden R├╝ckens angelangt n├Ąhern wir uns auf einem m├Ą├čig steilen Pfad weiter dem Ziel. Es folgt ein letzter steiler Aufschwung, der uns bis kurz unterhalb des Vorgipfels der Grubachspitze bringt. Der urspr├╝ngliche Pfad ist vermutlich durch Regen und h├Ąufige Begehung hier nicht mehr eindeutig zu erkennen, geht aber im Zick-Zack steil nach oben. Hierbei ist durch loses Ger├Âll einige Vorsicht geboten. Dann sind es nur noch wenige Minuten bis zum Gipfelkreuz. Der markante Vorgipfel wird leicht fallend s├╝dseitig umgangen, bevor es die letzten Meter bis zum Hauptgipfel wieder nach oben geht. "Berg Heil!"...wir haben unser letztes Ziel f├╝r heute erreicht und wagen gleich einen Blick hinunter zu unserem Ausgangsort Vorderhornbach. Der Gipfel der Grubachspitze bietet einen herrlichen Blick auf die Hornbachkette. Dagegen ist die Saldeinerspitze ÔÇô unser erstes Tagesziel am heutigen Morgen ÔÇô leicht durch den Vorgipfel der Grubachspitze verdeckt. Wenn man nun dem Grat in Richtung Stallkarspitze folgen w├╝rde, g├Ąbe es eine weitere weglose Abstiegsm├Âglichkeit in Richtung Vorderhornbach (├╝berliefert von ortskundigen Einheimischen). Wir werfen noch einen kurzen Blick ins Gipfelbuch und vermerken unseren Besuch. Dort sind heute schon soviele Eintr├Ąge, wie z.B. auf der Saldeiner Spitze im ganzen Jahr - was aufgrund des gut markierten Weges und der herrlichen Aussicht auch nicht weiter verwunderlich ist.
offizieller weiterer Wegverlauf beim Aufstieg zur Grubachspitze ├╝ber das Hornbachkar Aufstieg ├╝ber den R├╝cken zur Grubachspitze beim Aufstieg zur Grubachspitze Umgehung des vorgelagerten Gipfelaufbaues der 
Grubachspitze beim Aufstieg herrlicher Blick von der Grubachspitze nach 
Vorderhornbach

Nach kurzer Gipfelrast und einer letzten St├Ąrkung nehmen wir uns den langen R├╝ckweg bis Vorderhornbach vor. Wieder vorbei unterhalb des Vorgipfels und dem letzten steilen Abschwung folgen wir dem Pfad ├╝ber den breiten R├╝cken bis zur Abzweigung in Richtung Sattele - immer die markante Saldeiner Spitze vor Augen. Hier zweigen wir nach rechts ab und nehmen den direkten Weg nach Vorderhornbach. Der Weg f├╝hr im Zick-Zack, teilweise recht steil, durch Latschengassen und sp├Ąter durch dichteren Baumbestand nach unten. Bei N├Ąsse ist hier h├Âchste Vorsicht geboten, da immer wieder Baumwurzeln in dem ger├Âlligen Pfad herausschauen. W├╝rde die Grubachspitze als alleiniges Tourenziel gew├Ąhlt, so w├Ąre der direkte Aufstieg (also nicht ├╝bers Kar) ÔÇô obwohl sich dieser als wesentlich steiler herausstellt ÔÇô die bessere Variante. Als Abstieg k├Ânnte dann alternativ der Weg ├╝ber das Sattele gew├Ąhlt werden, der es in Bezug auf die Steilheit weitaus ruhiger angehen l├Ąsst und verbunden mit einer sch├Ânen Aussicht sicher angenehmer w├Ąre.
Gipfelkreuz der Grubachspitze Blick vom Gipfel der Grubachspitze auf die 
Saldeiner Spitze Blick auf die Stallkarspitze Eintrag im Gipfelbuch auf der Grubachspitze Abstieg ├╝ber den Bergr├╝cken der Grubachspitze auf dem Normalweg mit Blick auf die Saldeiner Spitze

Nach erreichen der Abzweigung bewegen wir uns auf dem uns bereits bekannten Weg nach Vorderhornbach. Am Jagdstand angekommen k├Ânnen wir den Ausgangspunkt schon fast riechen. Beim weiteren Abstieg k├Ânnen wir durch den Wald immer mal wieder einen Blick auf Vorderhornbach werfen, das nun unaufhaltsam immer n├Ąher r├╝ckt. Vorbei an drei Wasserreservoirs bzw. Hochbeh├Ąltern gelangen wir wieder auf die Fahrstra├če, von welcher es nur noch wenige Meter bis zum Parkplatz sind.
kurvenreicher Abstieg ├╝ber den R├╝cken der 
Grubachspitze wieder an der markanten Abzweigung im Tannenwald angelangt weiter bergab gehts Richtung Vorderhornbach ein Waldm├Ąnnchen zur├╝ck am Jagdstand - nun ist es nicht mehr 
weit

Eine wundersch├Âne Tour zum Jahresauftakt 2008 geht damit leider zu Ende. Die Anforderungen an die Orientierung konnten wir weitestgehend mit Bravour erf├╝llen...an der Kondition wird halt noch etwas gearbeitet ;o). Vielen Dank f├╝r die Aufmerksamkeit und hoffentlich bis zur n├Ąchsten Tour (Mark, Oliver, 07/2008).
zur├╝ck am Ausgangspunkt Vorderhornbach


Fazit:

Die Tour in der ├Âstlichen Ro├čzahngruppe ist eine h├Âchst einsame Tour auf die selten besuchten Gipfel der Saldeiner Spitze und Stallkarspitze; Letztere wurde bereits im September 1896 von Hermann von Barth besucht. Die Weitblicke von der eigenst├Ąndig stehenden Saldeiner Spitze ins Obere Lechtal, hin├╝ber ins Namloser Tal und hinunter ins Schwarzwassertal sind wahrlich beeindruckend, ebenso der Blick auf die andere Seite in Richtung Hornbachkette und weitere Berge der br├Âseligen Ro├čzahngruppe. Hat man den Einstieg zur Pfadspur auf den Westgrat einmal gefunden, ist dieser nicht mehr zu verfehlen und stellt den erfahrenen Bergsteiger vor keine gr├Â├čeren Schwierigkeiten. Dennoch ist in dem steilen und br├╝chigen Gel├Ąnde unterhalb des Gipfels stets Vorsicht geboten. Das Gipfelbuch aus dem Jahre 1980 l├Ądt regelrecht zum schm├Âkern ein. Der Abstieg erfolgt wie der Aufstieg.

Der Weiterweg vom Sattele ins Haldenkar zur Stallkarspitze erfordert einiges an Orientierungsverm├Âgen. Der Anstieg ├╝ber den schotterbedeckten Nordgrat ist technisch unschwierig, man untersch├Ątzt aber leicht die Steilheit und L├Ąnge bis zum Gipfel und muss nochmals die letzten Reserven mobilisieren. Die Stallkarspitze l├Ądt dann zur Belohnung zu herrlichen Rundblicken in die Hornbachgruppe, westliche Ro├čzahngruppe und den dahinter liegenden Hochvogel ein. Das Gipfelbuch aus dem Jahre 1985 ist ebenfalls einen Blick wert. Der R├╝ckweg ins Haldenkar ├╝ber das Sattele bis nach Vorderhornbach zieht sich dann wieder ziemlich in die L├Ąnge. Optional kann bei ausreichender Kondition noch der gut markierte Weg ├╝ber das Hornbachkar zur Grubachspitze gew├Ąhlt werden, welche auch als alleiniges Tages-Ziel - evlt. sogar mit Kindern - geeignet und lohnenswert ist. Die Ausblicke ins Lechtal und insbesondere auf die genau gegen├╝berliegende Hornbachkette sind grandios.

Weitere Links und ausf├╝hrliche Hinweise:



Karte "Ehrwald-Lermoos-Reutte-Tannheimer Tal" von freytag & berndt (1 : 50 000)



Alpenvereinskarte 2/2 "Allg├Ąuer-Lechtaler Alpen Ost" (1 : 25 000)





Tipps

Parkm├Âglichkeiten:
Bei der Kirche in Vorderhornbach sind kostenlose Parkm├Âglichkeiten vorhanden.
beste Wanderzeit:
Sommer und Herbst. ├ťber die aktuellen Verh├Ąltnisse am Besten vorher ├╝ber die einschl├Ągigen Quellen im Internet informieren. Empfehlenswert ist eine Anfrage im Alpic.net-Forum. Ansonsten sehr sch├Âne, teilweise einsame Tour bis in den Herbst hinein - solange es trocken und schneefrei bleibt. Bei N├Ąsse und Gefahr heraufziehender Gewitter wird von der Tour auf die Stallkarspitze bzw. Saldeiner Spitze dringend abgeraten.

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