Testbericht IBEX 30

Falk IBEX 30 - Outdoor-Navigation à la Karte
- Unterwegs mit einem elektronischen Steinbock -

Einleitung
Outdoor-Navigationsgerät IBEX 30 Das Navigationsgerät im Auto dürften sicher die meisten schon als praktischen Helfer zu schätzen gelernt haben. Gerade in Städten, wo sich die Suche nach Straßen oftmals schwer gestaltet. Früher hat man die zwar auch irgendwann gefunden, stand dann aber nicht selten verkehrt in einer Einbahnstraße.

Dass uns ein Navi heutzutage recht sicher ans Ziel führt, hängt nicht nur von der Aktualität des Kartenmaterials, sondern auch von einer zuverlässigen Technik ab. Was bringt uns ein teures Navi, wenn gerade im Großstadtdschungel der Satelittenempfang abreisst und an Verkehrskreuzungen der richtungsweisende Hinweis des elektronischen Lotsen fehlt.

Hat man dann endlich sein Auto geparkt und ist bereit für den Stadtbummel, merkt man sich automatisch markante Wegpunkte, um nach dem Bummel sein Auto wieder zu finden. Oder man ist zu Besuch bei Freunden in einer fremden Stadt und möchte zu eigenen Ausflügen starten oder sich zum Abendessen an einem verabredeten Treffpunkt einfinden. Der Wunsch nach einem mobilen Navigationsgerät besteht also durchaus zu Recht.

Dieser evolutionäre Schritt ist durch die Entwicklung kleiner portabler Auto-Navis bis hin zur Handynavigation bereits eingeleitet. Neben dem Vorteil der flexiblen Nutzung in verschiedenen Fahrzeugen, lässt sich so ein Teil gerne auch mal in der Handtasche mitnehmen. Größter Nachteil hierbei: Man wird fast ausschließlich immer nur aus Sicht eines Autos ans Ziel geführt.

Die Neugier war also entsprechend groß, als uns United Navigation für den Test des neuen Falk Outdoor-Navigations-Gerätes IBEX 30 einlud. IBEX bedeutet übersetzt übrigens STEINBOCK. Unsere Vorkenntnisse beschränkten sich bis dato auf die Bedienung eines Auto-Navis und eines GPS-Dataloggers beim Wandern. Wir sind die Sache daher intuitiv angegangen, wie man das bei neuen Geräten gerne macht.
Ein Blick in die beigefügte Kurzanleitung verweist auf die Sicherheitshinweise im unter Falk-Navigation.de zum Download bereitgestellten Handbuch. Im ersten Schritt zunächst das Handbuch und auch gleich den "Navi-Manager" zur Verwaltung der Touren und Wegpunkte heruntergeladen. Im zweiten Schritt das IBEX 30 mit dem mitgelieferten USB-Kabel an den PC angeschlossen (USB 2.0 erforderlich). Das Gerät wurde im "Navi-Manager" anstandslos erkannt und verbunden. Der Navi-Manager bietet die Möglichkeit der Übertragung von Touren von und zum PC. Eine Online-Routenplanung ist aufgrund des fehlenden Kartenmaterials hier nicht möglich. Hierzu muss auf Programm von Drittanbietern zurückgegriffen werden (siehe Hinweis auf Freeware-Programme unter "Links").

Das IBEX 30 ist in der Lage GPX-Dateien zu verarbeiten, was es ermöglicht x-beliebige Wegpunkte und Touren in diesem Format zu verwenden (Beschränkung lediglich auf installiertes Kartenmaterial). Für Testzwecke haben wir eine regionale Route aus einem GPS-Forum auf dem Rechner gespeichert und mit Hilfe des "Navi-Managers" auf das IBEX 30 geladen. Im Handumdrehen war die Tour im Trackmanager des IBEX 30 verfügbar. Über das Menü des "Navi-Manager" haben wir dann noch kurz die Diebstahlsicherung aktiviert und einen PIN-Code hinterlegt, der ab sofort bei jedem Einschalten des Gerätes abgefragt wird (außer Standby oder Tastensperrung).

Ausstattung
Outdoor-Navigationsgerät IBEX 30 Kartenmaterial:
Outdoorkarte Deutschland mit topografischen Merkmalen (Wald, Flüsse, Höhenlinien) mit Kartendaten von NAVTEQ (voll routingfähig) - erweitert um:
  • Outdoorwegenetz mit ca. 1,4 Mio Kilometer
  • 200.000 km Radwegenetz vom ADFC
  • 500.000 km Sonderziele von Kompass (hinterlegt im Reiseführer z.B. Öffnungszeiten, Telefon, Preise)
  • 5.000 "Bett & Bike" Poin of Interest's (POI's)
Reiseführer:
Ziele können direkt in die Navigation eingebunden werden, z.B. durch Anzeigenlassen aller Ziele am aktuellen Standort. Die Auswahl kann durch Filtermöglichkeiten eingegrenzt werden. Die Sonderziele können mit einer "Persönlichen Bewertung" versehen werden. Ein Austausch von Bewertungen mit anderen Nutzern ist in der Falk-Community möglich (Seite wird zur Zeit überarbeitet - geplanter Relaunch in 02/12).
In der uns vorliegenden "Deutschland Edition" ist die Deutschlandkarte vorinstalliert. Zusätzlich erhältlich sind Karten von Österreich, Schweiz, Südtirol und Mallorca (siehe Falk-Shop).

Hardware:
  • Maße: 11 x 7,8 x 2,5 cm
  • Gewicht: 200g mit Akku
  • interner Speicher: 2 GB (optionaler Kartenschacht für MicroSD - SDHC - bis max. 16 GB)
  • griffige Gummierung
  • 3,5" Display berührungsempfindlich (Touchscreen)
  • wasserdicht nach Standard IPX 7 (Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen)
  • Sensoren für Barometer und Kompass
  • GPS-Empfänger GloNav GNS 7560 mit bis zu 42 Kanälen
  • Lithium-Ionen-Akku 3,7V mit 1.100mAh (Type NP-60) - ermöglicht nach Herstellerangaben bis zu 8 Std. Dauerbetrieb

Lieferumfang:
  • Netzkabel
  • USB-Kabel
  • gedruckte Kurzanleitung
  • Falk Halteschale mit Fahrradhalterung
Navigation / Bedienung
Outdoor-Navigationsgerät IBEX 30Damit starten wir mit der Bedienung des IBEX 30 unter Praxisbedingungen. Es dauert einige Sekunden bis das Gerät nach der PIN-Eingabe einsatzbereit ist. Zunächst erscheint in der sog. Navigationsansicht ein Kartenausschnitt und mehrere übersichtlich angeordnete Symbole, deren Funktion wir noch entdecken wollen. Über das linke Symbol in der unteren Navigationsleiste wechseln wir ins Menü. Im nächsten Schritt nehmen wir verschiedene Einstellungen vor, z.B. Darstellung der Karte (2D/3D), Anpassung der Display-Helligkeit im Batteriebetrieb. Hier empfiehlt sich die Option, den Bildschirm bei schwachem Batteriebetrieb automatisch abzudimmen. Generell kann die Helligkeit des sehr gut lesbaren Displays auf ein Miminum reduziert werden, um den Akkubetrieb zu verlängern. Auf der 2. Einstellungsseite lassen sich Lautstärke und GPS-Positionsformat festlegen. Unterstützt werden Standard Grad- u. Dezimalformate, Koordinaten nach Gauß-Krüger oder UTM-Gitter. Ebenfalls lassen sich Barometer und Kompass kalibrieren. Auf der 3. Seite speichern wir unseren aktuellen Standort als Zuhause und prüfen die Belegung der Schnellstartleiste (Aufruf über rechten Button in der unteren Menüleiste). Die Seiten 4 und 5 lassen noch weitere Einstellungen zu.
IBEX 30: Einstellungen 1/5 IBEX 30: Einstellungen 2/5 IBEX 30: Einstellungen 3/5 IBEX 30: Einstellungen 4/5 IBEX 30: Einstellungen 5/5

Fast schon spielerisch findet man sich in der Bedienung des IBEX 30 zurecht. Man lässt sich seinen Standort zeigen, klickt in den Reiseführer und staunt erstmal, was alles um den eigenen Standort herum an interessanten Orten (Point of Interest's = POI's) aufgeführt wird. Überraschend finde ich den Hinweis auf eine Burgruine ganz in meiner Nähe. Mit einem gezielten Fingertipp markiere ich den Hinweis und lasse mir den Punkt auf der Karte anzeigen - reinzoomen - rauszoomen, aha. Da bin ich schon einmal vorbeigelaufen, ohne von der historischen Stätte gewusst zu haben. Mit einem Klick auf "Berechnen" und der Option "Fußgänger" lege ich mir die Strecke für einen kleinen Spaziergang zurecht: 616m in 10 min. Mit Klick auf "Navigation" nimmt der kleine elektronische Tourguide die Arbeit auf. Zuvor habe ich im Einstellungsmenü für die Kartendarstellung noch die Option "Orientierung in Bewegungsrichtung" ausgewählt, damit die im Display sichtbare Karte sich immer in Laufrichtung ausrichtet.
Ein schwarzer Navigationspfeil gibt mir mittlerweile die Richtung vor. Sauber werde ich mit Meterangaben an die nächste Abzweigung herangeführt. Nicht zu beachtende Wegabzweigungen werden zur besseren Orientierung zusätzlich hellgrau angedeutet. Ich folge den weiteren Vorgaben und stehe kurz darauf zu Füßen einer kleinen Burgruine. Klasse, das erste Ziel ist erreicht.
Zurück gehts auch ganz einfach - Auswahl über Wechsel ins Menü / Zieleingabe / Nachhause (zuvor ja bereits abgespeichert was dem aufmerksamen Leser sicher nicht entgangen ist). Um nicht den gleichen Weg zurückzulaufen, lasse ich mir gleich noch die Alternativ-Routen berechnen und entscheide mich schließlich für die einfache Variante. In 15 Minuten war ich wieder Zuhause.
IBEX 30: Hauptmenü 2/3 - Reiseführer IBEX 30: Reiseführer - Themen - Alle Kategorien 2/6 IBEX 30: Zieleingabe - Verkehrsmittel IBEX 30: Zieleingabe - Verkehrsmittel - Streckenoptimierung IBEX 30: Zieleingabe - Verkehrsmittel - Streckenoptimierung

Das Display ist selbst in abgedunkelter Stufe noch gut ablesbar und lässt sich mit kurzen Fingertipps präzise bedienen. Um die Karte im Display zu verschieben, ziehe ich mit dem Finger auf der Karte bleibend in die gewünschte Richtung. Das macht durchaus Sinn bei Suche nach Zielen in der näheren Umgebung. Aber auch bei der Zieleingabe durch eine Position auf der Karte kann ich mit der Zoomfunktion jeden Punkt in Deutschland auswählen. Das kommt mir besonders bei der Routenplanung zugute. Aus der Erinnerung möchte ich jetzt eine Tour aus dem letzten Urlaub planen. Über das Menü / Routenplaner gelange ich zur Eingabe der Startadresse. Auch hier habe ich wieder verschiedene Möglichkeiten. Da ich keine genaue Adresse habe, wähle ich die Suche über "Position in Karte". Es erscheint die Karte mit dem Standpunkt des zuletzt verfügbaren GPS-Signales. Über die Zoomfunktion mache ich die Karte kleiner und springe schließlich mit einem Fingertipp nach Ostdeutschland. Stufenweise mache ich die Karte wieder größer, bis ich am damaligen Parkplatz auf der Insel Rügen wieder mit einem Fingertipp eine PIN-Nadel für den Startpunkt setze. Danach wird die Zieladresse nach dem gleichen Schema ausgewählt. Leider beginnt die Karte hier wieder mit dem Standpunkt des zuletzt verfügbaren GPS-Signales. Schließlich setzte ich den Ziel-PIN auf den Königsstuhl im Nationalpark Jasmund (ist auch als POI-Wegpunkt sichtbar). Das IBEX 30 berechnet die Route mit 5,6km und einer Laufzeit von 1:32 h, was der Realität aufgrund des unwegsamen Geländes ziemlich nahe kommt. Mit Abbrechen verlasse ich wieder den Tourplaner - leider ist diese Rügen-Tour somit auch nicht gespeichert. Um eine geplante Tour zu speichern, muss man über das Hauptmenü in den Tourplaner und dort eine neue Tour anlegen. Man vergibt einen schönen Namen und fügt die verschiedenen Stationen hinzu. Über die "letzten Ziele" kann ich nun wieder meine zwei gesteckten Punkte auf Rügen auswählen und schon habe ich die Tour für meinen nächsten Urlaub gespeichert. Über die "Touroptionen" lassen sich die Stationen bearbeiten, weitere Stationen hinzufügen, die Laufrichtung einstellen und noch andere Optionen hinterlegen.
IBEX 30: Zieleingabe IBEX 30: Zieleingabe IBEX 30: Bestimmung GPS-Position IBEX 30: Berechnung Route IBEX 30: Ansicht gespeicherte Route

Mit diesen kleinen Übungen haben wir schon die eigentlichen Grundfunktionen des IBEX 30 kennengelernt. Man sollte noch wissen, dass über den Routenplaner geplante Touren nicht gespeichert werden. Diese sind im Tourplaner anzulegen. Im Tourplaner gibt es auch eine Übersicht der selbst angelegten und auf dem Gerät gespeicherten Touren. Daneben gibt es noch den GPX-Manager: Eine Übersicht weiterer bereits vorinstallierter Touren. Hier finde ich auch die zu Beginn des Test über die Software "Navi-Manager" mit dem PC auf das IBEX 30 hochgeladene Touren wieder. Die so gespeicherten Touren lassen sich aber nur über den "Trackmanager" im Hauptmenü (Seite 2/3) aufrufen. Mit einem Fingertipp lässt sich hier die gewünschte Tour öffnen - es erscheinen eine kurze Trackinfo und die Kartenansicht und das Höhenprofil der Tour.

Um eine eigene Tour aufzuzeichnen, wechselt man bei Tourbeginn in die Schnellstartleiste und startet die Trackaufzeichnung. Alternativ kann man auch über das Hauptmenü in den Track-Manager wechseln und die Aufzeichnung starten, pausieren oder beenden. Danach ist die Tour im gpx-Format im Track-Manager gespeichert und kann über den PC (mit der Software "Navi-Manager") heruntergeladen werden. So lässt sich eine im gpx-Format gespeicherte Tour leicht am heimischen PC in Google Earth ansehen, mit zusätzlicher Software nachbearbeiten oder mit anderen Leutchen in verschiedenen Communities austauschen.

Im Wesentlichen sind wir jetzt alle Funktionen durchgegangen. Erwähnt werden muss noch die Möglichkeit der Einbindung von Bussen & Bahnen des öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) in die Tourenplanung. Man setzt hierzu bei der Tourenplanung über den "Routenplaner" gleich einen Haken bei der Option "mit Bus & Bahn". Im Anschluss werden die verfügbaren Stationen angezeigt. Über die weitere Funktion "Bearbeiten" kann man dann die Verkehrsmittel ab Startpunkt bzw. ab Ausstieg und die jeweiligen Stationen für Einstieg bzw. Ausstieg auswählen. Für eine umfassende Tourenplanung muss man sich aber noch zusätzlich die Fahrzeiten der gewählten Verkehrmittel aussuchen - diese sind im IBEX 30 nicht enthalten. Trotzdem kann mit der Einbindung von Haltestellen es ÖPNV eine sinnvolle Tourenplanung möglich. So lassen sich unterwegs ohne weitere Vorbereitung die nächsten verfügbaren Haltestellen des ÖPNV um den eigenen Standort abrufen.
IBEX 30: Kompass IBEX 30: GPX-Manager IBEX 30: Tour aus GPX-Manager IBEX 30: Tour aus GPX-Manager: Höhenprofil IBEX 30: Tour aus GPX-Manager: Zusatzinformationen

Sicher gibt es noch die eine oder andere praktische Funktion, auf die wir in unserem Praxistest nicht eingegangen sind. Zur grundsätzlichen Bedienung und Handhabung des IBEX 30 dürften aber alle Punkte geklärt sein. Ich muss sagen, dass ich in den ersten Tagen das Gerät praktisch nicht mehr aus der Hand gelegt habe, weil es immer neue Sachen zu entdecken gab. Allein schon wenn man an unterschiedlichen Standorten in den Reiseführer wechselt, öffnen sich gerade für Städtereisende viele interessante Möglichkeiten. Aber auch unterwegs auf dem sonntäglichen Spaziergang ist nach einem Blick ins IBEX 30 bestimmt die eine oder andere Überraschung dabei. Hier kommt bestimmt keine Langweile auf.
Das mitgelieferte Zubehör erlaubt die Befestigung des IBEX 30 am Fahrradlenker. Die Bedienung hierbei unterscheidet sich nicht wesentlich. Es gibt nur andere Routenoptionen, z.B. ob Verkehrsstraßen (Kfz-Straßenverkehr) verwendet werden sollen usw. Ebenso kann vorrangig die Benutzung von Radwegen aus dem ADFC-Netz eingestellt werden. Die Führung des Radfahrers erfolgt mit Sprachausgabe - die Lautstärke ist einstellbar, falls einen z.B. im Stadtverkehr die Häufigkeit der Meldungen etwas stören sollte. Das IBEX 30 ist auf einer Halteplatte so am Lenker befestigt, dass es auch leicht wieder abgenommen werden kann. Grundsätzlich ist uns an der Bedienung im Fahrradbetrieb keine Besonderheit im Vergleich zur Verwendung als Fußgänger aufgefallen.
Fazit
Mit dem neuen Outdoor-Navigationsgerät IBEX 30 ist es Falk gelungen, den individuellen Anforderungen von Bikern und Fußgängern gerecht zu werden. Wer bislang nur ein Navi im Auto gewohnt war, findet in dem nur 200 Gramm leichten und dennoch sehr robusten Gerät einen zuverlässigen portablen Begleiter, der bis hin zur Navigiation per Luftlinie auf allen möglichen Verkehswegen ans Ziel führen wird. Erleichtert wird die intuitive Bedienung des IBEX 30 durch die klar gestaltete Menüführung. Navigation wird so zum Kinderspiel. Spielerisch lassen sich die verschiedenen Funktionen erforschen - die Suche nach interessanten Wegpunkten wird zu einer neuzeitlichen Entdeckungsreise.

Auf dem installierten Kartenmaterial ist über das gut lesbare Display theoretisch jeder x-beliebige Punkt ansteuerbar, egal ob mit Adresse, Koordinaten oder über die Direktauswahl auf der Karte. So lassen sich bereits nach kurzer Zeit leicht eigene Touren planen, Wegpunkte einbinden und sogar öffentliche Verkehrsmittel einbeziehen, wobei es völlig egal ist, ob es sich um einen Sonntagsausflug, eine Städtetour oder eine Mehrtageswanderung handelt. Am Ende der vielen Einstellungsmöglichkeiten steht immer eine zuverlässige Zielführung. Diese erfolgt für den Radfahrer sogar mit Sprache.

Durch die integrierte Trackaufzeichnung lassen sich zurückgelegte Touren speichern, am PC bearbeiten und mit anderen Personen austauschen. Besonderen Spass hat uns mit dem IBEX 30 das sogenannte "GeoCaching" - eine moderne Art der Schnitzeljagd - gemacht (s.u. weiterführende Links).

Bei mehrtägigen Touren empfiehlt sich die Mitnahme eines Ersatzakkus und des Netzladekabels. In unserem Testbetrieb hielt der Akku dank der Standby-Funktion immerhin einen Tag durch.

Das IBEX 30 richtet sich vor allem an Vielfahrer (Biker) & Vieltourer (Fußgänger). Gerade Biker werden viel Spass mit dem IBEX 30 haben, denn gerade bei sportlichen Touren ins Blaue verliert man durch die schnell zurückgelegten Kilometer schonmal die Orientierung. Mit dem IBEX 30 ist eine Heimfahrt ohne Umwege jedoch gesichert.

Wer den Anschaffungs-Preis in Höhe von ca. EUR 370,-- nicht scheut, erhält ein durchdachtes Outdoor-Navi mit routingfähigem Kartenmaterial und umfangreichen Zusatzinformationen. Für die Anwendung bei grenzüberschreitenden Touren, z.B. Bayern & Tirol, ist das an der Grenzlinie endende Kartenmaterial ein kleiner Wermutstropfen. Abhilfe schaffen hier die zur Erweiterung käuflich angebotenen Karten und eine optionale microSD-Karte.

Die Verwendung des IBEX 30 für alpine Wandertouren abseits von ausgezeichneten Wanderpfa.de (n) ist allerdings nur bedingt empfehlenswert. Hier taugt das IBEX 30 besonders zur Trackaufzeichnung und anschließenden Nachbearbeitung des gpx-Tracks am PC. Eine reine Luftlinien-Navigation in hochalpinem weglosen Gelände halte ich persönlich für nicht ratsam. Hier empfiehlt sich immer noch die klassische Auswahl des "optisch guten Weges". Auch ein Nachlaufen von hochgeladenen gpx-Tracks sollte immer nur unter dem Gesichtspunkt der zusätzlichen Unterstützung erfolgen. Schließlich folgt man auf der Autobahn auch nicht blind dem Hinweis des Auto-Navis: "Bitte wenden".
Mit unseren gewonnenen postiven Eindrücken können wir das Falk IBEX 30 als Outdoor-Navi uneingeschränkt empfehlen.

Vorteilsolide Verarbeitung
Vorteilguter GPS-Empfang
Vorteilsehr gutes Kartenmaterial inkl. Rad- u. Wanderwege
Vorteilintuitive Bedienung
Vorteilviele Routenoptionen
Vorteilsehr gute Zielführung
Vorteilgute Zusatzfunktionen (ÖPNV, Reiseführer, etc.)
VorteilFahrradnavigation mit Sprache (Top auch das mitgelieferte Befestigungsmaterial)

NachteilTourenplanung am PC nur mit Zusatzsoftware
NachteilBegrenzung Kartenmaterial bei grenzüberschreitenden Touren
weiterführende Links