Hochfrottspitze (2.649m)

Der südlichste Gipfel des Allgäuer Hauptkammes ist zugleich der höchste der drei Berge, aber auch der unbekannteste und gleichzeitig höchste deutsche Berg der Allgäuer Alpen. Er bildet zusammen mit den benachbarten Trettachspitze und Mädelegabel das berühmte Dreigestirn am Allgäuer Hauptkamm. Über den Grat verläuft die Grenze zu Österreich. Er erhebt sich über dem Schwarz-Milz-Ferner und ist durch die Bockkarscharte vom Bockkarkopf getrennt.

Der Name stammt laut Steiner (Bergnamen) wahrscheinlich von den Walsern, die mit der "Frut" eine große Felswildnis mit ihren tief eingeschnittenen Abflussrinnen südlich des Berges bezeichneten. Schweizerdeutsch bedeutet Frutt "Felsspalte, Bacheinschnitt". Keltisch Fruta geht zurück auf "Bach, Sturzbach, Felswand, über die ein Wasserfall stürzt". Von den Oberstdorfern wurde er eher als eine der drei Trettachspitzen genannt.

Die Hochfrottspitze kann in Verbindung mit dem Heilbronner Weg , der Rappenseehütte mit der Kemptner Hütte verbindet, erstiegen werden. Auch vom Waltenberger Haus führt ein Weg durch die Bockkarscharte herauf. Direkt an dieser Scharte befindet sich der Einstieg in eine mögliche Aufstiegsroute, die jedoch wegen des brüchigen Gesteins Trittsicherheit voraussetzt. Eine weitere Alternative ist der Gratübergang von der Mädelegabel zur Hochfrottspitze (ausgesetzte Kletterei bis II).
Im Jahre 1869 ist die erste Besteigung durch Hermann von Barth nachgewiesen.