Kemptner Hütte (1.846m)


Seit Jahrhunderten wurde der Weg aus dem Trettachtal über den Sperrbach, die Mädelalpe und das Mädelejoch als Übergang hinüber ins Lechtal genutzt. Die Alphütte der Oberen Mädelealpe diente schon den ersten Bergsteigern, wie Hermann von Barth im Jahre 1869, als willkommenes, aber unbequemes Nachtlager. Deshalb war es nicht verwunderlich, als die DAV Sektion Kempten im Jahre 1890 beschloss, an dieser Stelle die Kempter Hütte zu bauen. Den Grund und Boden erhielten sie kostenlos von der Gemeinde Holzgau und schon im Folgejahr konnte die Hütte (siehe Bild rechts) eingeweiht werden. Mit der Eröffnung des Heilbronner Weges 1899 wurde der Zulauf der Bergsteiger immer größer, weshalb die Hütte zwangsläufig erweitert werden musste. 1969 baute man die Materialbahn. Lage: am Ende des Trettachtales beim Kratzerfeld, Alpgebiet der Oberen Mädele-Alpe.

Rappenseehütte (2.091m)


Im Jahre 1885 ließ die AV-Sektion Kempten die Hütte durch den Oberstdorfer Zimmermeister Huber oberhalb des Rappenalptals erbauen. Am 26. Juni 1885 wurde sie mit einem 24m²-Raum und einem Schlaflager im Dachgeschoss eröffnet. Mit Einweihung des Heilbronner Weges (1899) wurde die Hütte erstmals 1900 erweitert. Ab diesem Jahr wurde sie auch bewirtschaftet. Viele Erweiterungen ließen die Hütte im Laufe der Jahre wachsen und heute besitzt sie eine Kapazität von 300 Lagern und 42 Betten. Erster Wirt war der Birgsauer Kaspar Mayer, der sie 1906 an Franz Kaufmann übergab, welcher bis kurz vor seinem Tod in 1969 Hüttenwirt blieb.
Zur Zeit sind Sylvia Socher und Andreas Greiner Hüttenwirte. Über viele Jahrzehnte wurde die Hütte durch Träger und Mulis versorgt. Erst 1963 wurde die Materialseilbahn aus dem Rappenalptal herauf erbaut. Lage: Die Hütte liegt nahe der malerischen Rappenseen im Süden und Osten umkranzt von den Bergen Kleinen Rappenkopf, Hochrappenkopf, Rappenseekopf, Hochgundspitze, Rotgundspitze und Linkerskopf.

Waltenberger Haus (2.048m)

Waltenberger Haus © www.oberstdorf.de Die erste AV-Hütte in diesem Gebiet wurde 1875 von der Sektion Immenstadt zuerst im Bockkar am Anstieg zur Mädelegabel erbaut. Doch erwies sich der Platz als ungünstig und die Hütte wurde deshalb 1885 an der heutigen Stelle zu Füßen des westlichen Gipfels der Berge der Guten Hoffnung neu errichtet. Da der Weg im letzten Aufstieg durch sehr felsiges Gelände führt, waren Mulis für den Transport nicht geeignet und die Lasten mussten bis vor wenigen Jahren mit Trägern nach oben gebracht werden. Heute wird das Material mit dem Hubschrauber eingeflogen, weil sie als einzigste AV-Hütte auf Oberstdorfer Gebiet keine Materialbahn besitzt.